Spezial

   

1919 - 1938

Details

1 9 1 9 – 1 9 2 2

Otto Elsäßer übernimmt als Turnwart die Vereinsriege und bildet gleichzeitig auch die Jugendlichen aus. Neu war jetzt, dass man nicht mehr, wie noch vor dem Krieg, in normaler Straßenkleidung, sondern in Sportlerkleidung turnte.
Unter der Leitung von Otto Elsäßer machten die Aldinger Turner schon sehr bald deutliche sportliche Fortschritte, weshalb sich der Verein auch entschloss, das Gauturnfest 1920 in Aldingen auszurichten. Festplatz war der angestammte Turnplatz auf der östlichen Neckarseite, zu dem vom Ort her ein Steg führte. Die Vereinsriege des TVA wurde in der Unterstufe Gausieger und damit auch nach außen bekannter.
Dieser erste große Erfolg der Vereinsriege ließ auch den Wunsch immer stärker werden, bessere räumliche Voraussetzungen für die Übungsabende zu schaffen. In der alten Kelter, die von der Gemeinde gleichzeitig als Lagerplatz genutzt wurde, stand dem Verein für das Training lediglich ein karger Raum zur Verfügung. Da das Gauturnfest für den Turnverein auch ein finanzieller Erfolg war, konnte jetzt daran gedacht werden, eine eigene Turnhalle zu errichten. Die Gemeinde stellte für diesen Zweck einen Bauplatz zur Verfügung unter der Bedingung, dass auch die Schule die Halle für den Turnunterricht nutzen darf.
Der Bau der vereinseigenen Turnhalle wurde in unermüdlicher Arbeit und trotz ungünstiger wirtschaftlicher Umstände vorangetrieben und 1922 fertig gestellt.   

Gauturnfest 1920

Gauturnfest 1920 

1 9 2 3 – 1 9 2 9

Alte Turnhalle 1925

Vor der alten Turnhalle, ca. 1925 von rechts: Erwin Hofmann, Erwin Hörer, Gustav Thumm, Reinhold Hofmann, Karl Erhardt und Emil Weißhaar 

Die guten Trainingsmöglichkeiten in der neuen Halle zahlten sich bei den aktiven Turnern sehr bald aus. Die Vereinsriege errang in dieser Zeit beachtliche Erfolge und war in jenen Jahren eine der besten im Turngau. Bei Vergleichskämpfen und bei Gauturnfesten stellten die Aldinger sehr oft die Einzelsieger. Von den TVA-Turnern erzielte Gustav Thumm das wohl glänzendste Ergebnis. Er wurde 1926 in Darmstadt im Bodenturnen Bundesmeister (Deutscher Meister). 

Turnhalle 1920

In der alten Turnhalle Mitte 1920

Auch der 1924 gegründeten Leichtathletikabteilung gelangen auf Anhieb große Erfolge. Die 4 x 100 m-Staffel zählte damals zu den besten Staffeln in Württemberg, und Reinhold Hofmann war in dieser Zeit einer der bekanntesten Leichtathleten im weiten Umkreis.1927 konnte er seine größten Erfolge feiern, als er Bundesmeister der Männer über 100 m und 200 m wurde. Reinhold Hofmann lief die 100 m in 10,9 Sekunden, für die damalige Zeit eine herausragende Leistung. Die Turnabteilung und die Leichtathletikabteilung sind durch herausragende Leistungen weit über die nähere Umgebung hinaus bekannt geworden. Diese Jahre können mit Recht als die erfolgreichsten in der Geschichte des TVA bezeichnet werden.

1 9 3 0 – 1 9 3 8

1931 wird die Handballabteilung gegründet. Die Turnriege des TVA wird 1931 und 1932 jeweils Gausieger. 1934 wird Friedrich Mayer erstmals Kreismeister im 10 000 m-Lauf. Er kann diesen Titel bis 1938 viermal hintereinander verteidigen. Im Zuge der "Gleichschaltung" werden auch die einzelnen Sportverbände aufgelöst. Die Turnvereine werden im Deutschen Turnerbund zusammengeschlossen. 

 Barrenturnen 1930

Barrenturnen, ca. 1930, von links: Gustav Thumm, Hermann Walker, Gustav Walker, Hugo Leibrand, Eugen Hasel und Reinhold Erhardt

 

 

 

   
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